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Von Anfang an war für mich klar, dass ich mich in meiner Arbeit mit einem Thema beschäftigen möchte, das über den akademischen Rahmen meines Objektdesign-Studiums hinaus Bedeutung hat. Ich wollte nicht nur gestalten oder recherchie-ren – ich wollte verstehen, hinterfragen und einen eigenen Beitrag leisten.

 

Die Auseinandersetzung mit sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt begleitet mich schon lange. Sie begegnet mir in Gesprächen mit Freundinnen, in persönlichen Erfahrungen, in Me-dien, im öffentlichen Raum und in meinem eige-nen Alltag. Je intensiver ich mich mit diesen The-men beschäftigt habe, desto deutlicher wurde mir, wie präsent Unsicherheit für viele FLINTA*-Personen ist. 

 

Oft sind es kleine Situationen, Wege, Begegnung-en oder Entscheidungen, die mit Vorsicht ver-bunden sind. Gleichzeitig wird viel zu selten darüber gesprochen, wie individuell Sicherheit empfunden wird und welche Bedingungen Men-schen brauchen, um sich geschützter, selbstbe stimmter und wohler zu fühlen.

 

Meine Bachelorarbeit wurde deshalb zu einem Raum des Zuhörens, Lernens und Verstehens. Ich wollte mich nicht nur theoretisch mit dem The-ma auseinandersetzen, sondern Erfahrungen, Perspektiven und bestehende Strukturen sichtbar machen. Besonders wichtig war mir die Frage, welche Faktoren dazu beitragen können, dass sich FLINTA*-Personen im Alltag sicherer fühlen – emotional, körperlich und gesellschaftlich.

​Während meiner Recherche wurde mir bewusst, wie viele wichtige Informationen zwar existieren, aber oft schwer zugänglich, verstreut oder nur mit grossem Aufwand erreichbar sind. Genau hier se-tze ich an. Ich möchte Möglichkeiten sichtbar ma-chen, Menschen miteinander verbinden und den Zugang zu Unterstützungsangeboten erleichtern. 

Meine Arbeit schafft eine Brücke zwischen Eigen-initiative und Unterstützung, zwischen Wissen und tatsächlichem Zugang.

Ich glaube daran, dass Sicherheit, Unterstützung und Teilhabe kollektiv gedacht werden müssen: nachhaltig, zugänglich und orientiert an den Be-dürfnissen Betroffener. Mit dieser Arbeit möchte ich bestehende Strukturen hinterfragen, neu de-nken und Verbindungen schaffen, die im Alltag tatsächlich spürbar werden.

 

Diese Vision soll nicht nur online existieren. Ich möchte Menschen dort erreichen, wo ihr Alltag stattfindet: auf dieser Plattform, auf Instagram, am Kühlschrank, im Bus, in Arztpraxen oder im Stie-genhaus.

 

Denn ich glaube daran, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen anfangen hinzuschauen, zuzuhören und Erfahrungen zu teilen.

AVIVA

Vision

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